
Gold bald bei 12 000 USD? Das Warum ist wichtiger als die Zahl
11. 02. 2026Bc. Miroslava Sojková, Social Media Director
Ein kürzlich erschienener Artikel von MarketWatch zitiert den Investmentanalysten Daniel Oliver, nach dessen Ansicht ein Ende der Goldpreissteigerungen in weiter Ferne liegt. Seiner Ansicht nach steht der Markt erst am Anfang eines stärkeren Aufwärtstrends. Obwohl Gold derzeit bei ca. 5 000 US-Dollar pro Unze gehandelt wird, glaubt er, dass das beliebte Edelmetall in den kommenden Jahren noch deutlich teurer werden könnte.
Oliver schätzt, dass Gold sogar einen Preis von 12 000 US-Dollar pro Unze erreichen könnte.
„In der Vergangenheit haben die Marktkräfte die Zentralbanken dazu gezwungen, Goldreserven in Höhe von einem Drittel bis zur Hälfte ihrer Bilanzsumme zu halten. Das entspricht einem Preis zwischen 8 395 und 12 595 Dollar pro Unze“, sagte er.
Diese Zahl ist weder eine kurzfristige Prognose noch ein zeitlich festgelegter Zielwert. Es handelt sich vielmehr um eine makroökonomische Überlegung, die auf eindeutigen historischen Parallelen beruht, d.h. dem Anteil des Goldes an den Zentralbankreserven in Zeiten strengerer geldpolitischer Disziplin.
Bei IBIS InGold steht nicht die 12 000-USD-Marke im Vordergrund. Wirklich wichtig ist die Debatte über einen Paradigmenwechsel.
Was wir in den letzten Jahren beobachtet haben:
- eine steigende Staatsverschuldung;
- systematische Goldkäufe durch die Zentralbanken;
- Diversifizierung der Reserven zulasten des US-Dollars.
Unser Vertriebsleiter Filip Horáček teilt insbesondere die Ansicht, dass sich die Rolle des Goldes in einem Umfeld erhöhter makroökonomischer Unsicherheit allmählich von einer „Krisensicherung“ zu einer strategischen Reservekomponente entwickelt.
„Gold ist nicht mehr nur eine Depotbeimischung. Derzeit vollzieht sich ein Wandel bei den Grundsätzen der Portfoliodiversifizierung. Gold erfüllt nicht mehr nur die Funktion eines sicheren Hafens in unruhigen Zeiten, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem stabilen Kernbestandteil jedes Portfolios.“
Das bedeutet nicht, dass der Markt extreme Werte erreichen muss oder wird. Es bedeutet vielmehr, dass der Anteil von Gold bei den Reserven und Portfolios erneut in den Fokus rückt. Aus einer langfristigen strategischen Perspektive ist diese Entwicklung wichtiger als jede Zahl in einer Schlagzeile. Jeder Anleger sollte physisches Gold als festen Bestandteil seiner persönlichen finanziellen Grundlagen in Betracht ziehen.




